MEDINA

Die Jahre 70 und 135 markieren Wendepunkte in der jüdischen Geschichte. Gnadenlos schlugen Roms Legionäre die zwei Aufstände der Juden gegen die römische Vorherrschaft nieder. Jerusalem ging in Flammen auf, der Tempel lag in Trümmern und die Bevölkerung wurde in alle Himmelsrichtungen verjagt. Die Diaspora, die bereits unter Kaiser Titus einsetzte, sollte erst 1948 ihr Ende finden. Ein Teil der Juden floh nach Arabien, zumal nach Mekka und in die Stadt Yathrib nördlich von Mekka, die heute «Medina» (= Stadt) heisst. Über Jahrhunderte lebten dort Juden und Araber friedlich miteinander – unter Berufungauf Abraham, den sie als ihren gemeinsamen Stammvater verehr(t)en. Dann kam Mohammed, und der Frieden ging zu Ende!